Als männlicher Teenager hat man den Wunsch oder das Verlangen einen muskulösen Körper zu besitzen, jedenfalls war das bei mir im Hinterkopf irgendwie immer ein Wunsch. Alles, was ich jedoch an Sport in diesem Alter praktizierte, waren Snowboarding, Basketball und Skateboarding. Ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wie man so einen „Muskelkörper“ bekommen könnte, also unternahm ich nichts in diese Richtung. Fitness-Studios waren mir mehr als fremd. Damals hatte ich wohl sogar Angst, eines zu betreten. Heute ist das anders, man hat viel mehr Informationen und das Thema Fitness und Muskelaufbau ist viel „näher“ und „greifbarer“ als es damals war.

Die Zeit verging und irgendwann stieß ich auf Bilder von dem Schauspieler Ryan Reynolds und wie er nach seiner Vorbereitung für den Film „Blade Trinity“ ausgesehen hat. Ich war überwältigt von seinem Körper. Und alle Gedanken, die ich fassen konnte, waren, dass ich so aussehen möchte wie er. Ich recherchierte im Internet, wie Ryan das auf die Beine gestellt hat. Googelte nach seinen Trainingsplänen, Interviews mit seinem Personal Trainer und nach jeglichen Infos, die mir Klarheit darüber geben würden, wie man das erreicht.

Schauspieler müssen unter Zeitdruck arbeiten, und so erfuhr ich, dass er etwa 5 Monate für seine Transformation benötigt hat. Ich war mir nicht sicher, ob das auf natürlichem Wege machbar ist, da im Internet auch viel über anabole Steroide zu finden war, ich aber bis zum heutigen Zeitpunkt diesen Weg nie eingeschlagen habe, da Hilfsmittel dieser Art keine Option für mich sind. Als ich alle für mich notwendigen Infos beisammen hatte, galt es für mich eine Entscheidung zu treffen. Ich spielte mit dem Gedanken zu testen, ob eine Transformation dieser Art erstens überhaupt möglich ist, und zweitens in diesem relativ kurzen Zeitraum. Würde ich mich dafür entscheiden dies auszuprobieren, wusste ich, dass mich eine sehr harte Zeit erwarten würde. Natürlich entschied ich mich dafür, und wandte, ohne dass ich es damals wusste, unbewusst all das an, das Du weiter oben schon gelesen hast!

Und so sah das konkret aus:

Ryan Reynolds Deadpool Workout Training Plan
(Linkes Bild © copyright NEW LINE CINEMA – Blade Trinity) Rechts: Karl Wallner

Ich stellte mich gedanklich auf diese extrem harte Zeit ein. Ich habe gelesen, dass Ryan 6 – 7-mal die Woche trainiert hat. All diese Arbeit, den Schweiß, den Schmerz, die physische sowie psychische Belastung, den Zeitaufwand, die Kosten für das Fitness-Studio, Nahrungsergänzung und Ernährung und natürlich auch die Phasen wo die Motivation sinkt, all das habe ich, auch wenn es komisch klingt, bereits vorher bewältigt, bevor ich noch das Fitness-Studio überhaupt betreten hatte. Ich stellte mir vor, ich muss jetzt einfach nur mehr „durchmarschieren“ bis zur Ziellinie, komme was wolle.

Zusätzlich stellte ich mir vor, wie es sich anfühlt, diesen „Ryan-Körper“ zu haben, wie Personen in meinem Umfeld reagieren würden, und wie überrascht ich selbst von mir wäre, wenn ich das schaffen würde. Genau so nahm ich mir vor, all das still und leise durchzuziehen, denn ich hab es so oft miterlebt, dass Menschen ein „großes Maul“ haben, angeben, was sie nicht alles schaffen würden, und dann meistens genau gar nichts dabei raus kam. So wollte ich nicht sein. Ich wollte, dass die Erfolge für sich sprechen und nicht mein Mund.

Ich konnte es also schon wahrlich fühlen, den Erfolg, den neuen Körper, ich erschuf für mich selbst einen magischen „Startmoment“ und sorgte dafür, dass diese Flamme, dieses Feuer nie ausging.

Nun war es soweit. Ich meldete mich in einem Fitness-Studio an, und hatte am 9. März 2012 meinen ersten Tag mit „Körpercheck“. Wenn ich mich richtig erinnere, startete ich mit etwa 71 kg und einem Körperfettwert von ca. 13 %. Ich bekam eine Einweisung, verwendete jedoch größtenteils das Trainingskonzept bzw. die Trainingspläne, die ich von Ryan im Internet fand. Ich kann mich noch genau erinnern, dass ich am ersten Tag 10 Minuten am Crosstrainer zum Aufwärmen verbrachte und das bereits eine kleine Herausforderung für mich konditionsmäßig darstellte. Egal, ich zog es durch, und wandte mich direkt danach dem eigentlichen Training zu. Klar waren die ersten Tage oder Wochen die schlimmste Zeit. Muskelkater, leichte Übelkeit beim Training, da die Muskeln so ein Training nicht gewohnt waren und schnell übersäuerten, und andere Kleinigkeiten. Aber der Körper adaptiert neue Belastungssituationen sehr schnell, und ich war nach spätestens drei Wochen in meinem „Trainingsflow“ und konnte es bereits ab Woche 4 – 5 genießen. Ich entwickelte regelrecht eine Sucht, eine Passion, ich lebte nun das, was ich zuvor mit meinen Gedanken manifestiert hatte.

Aber trotzdem, es war echt hart! Ich trainierte in der Anfangsphase sieben Mal die Woche. Sechs Mal Krafttraining und Crosstrainer und am siebten Tag Laufen. Hier nahm ich mir einen kleinen Berglauf als Ziel, etwa sechs bis sieben Kilometer bergauf. Beim ersten Versuch schaffte ich natürlich nicht mal ein Drittel. Aber auch bei diesem Vorhaben sah ich mich zuvor schon ganz oben, und verlor nie die Hoffnung, dass ich es schaffe. Als es dann soweit war, und ich dann endlich oben stand, kannst Du Dir denken, wie gut ich mich gefühlt habe. Es beflügelte mich noch mehr, ich wusste ich kann alles schaffen, alles was zuerst nur ein Gedanke in meinem Kopf ist!

Ich wagte es nicht, wie es viele machen, bereits nach wenigen Wochen meine eventuellen Erfolge zu „überprüfen“, und so betrachtete ich erst nach zwei Monaten meinen Körper das erste Mal bewusst und genau im Spiegel und machte mein erstes Foto. Ich habe alleine in diesen zwei Monaten extrem trainiert und alles gegeben, und kann Dir sagen, ich war erstaunt! Für mich war das Ergebnis bereits jetzt unglaublich und das motivierte mich natürlich mehr und mehr.

Nun möchte ich mein Wissen weiter geben, und Dir helfen, Deine Ziele zu erreichen!

Karl Wallner
Personal Trainer (Dipl.)

Ich glaube an Deinen Erfolg!